Atelierbesuch

Ein Einblick in die Welt von Maurice Harris

< class="a-tab a-tab__collection a-tab--hide " pointer-events: none; aria-label="Kollektion" > Kollektion

Seit der Gründung des Floral-Design-Studios Bloom & Plume im Jahr 2010 hat sich der international renommierte, in Los Angeles ansässige Blumenkünstler Maurice Harris einen beeindruckenden Kundenstamm aus Prominenten und renommierten Unternehmen aufgebaut, darunter Louis Vuitton, The Row, Dior, Nike und Dolce & Gabbana. Harris’ Blumenkunst wurde im MOCA und LACMA präsentiert, seine Texte erschienen in Magazinen wie W Magazine und The New York Times, seine charmante Persönlichkeit fand ihren Weg auf den Fernsehbildschirm und seine floralen Kreationen waren in Beyoncés Musikfilm Black Is King aus dem Jahr 2020 zu sehen.

Obwohl sich Ihr Lebenslauf inzwischen wie eine Gästeliste voller Prominenter liest, sind Sie im wenig bekannten Stockton in Kalifornien aufgewachsen. Wie war es dort?

„Stockton ist einer der weniger attraktiven Orte Kaliforniens. Die Stadt liegt landeinwärts von San Francisco, etwa 45 Minuten südlich von Sacramento. Sie sieht aus wie ein bescheidener amerikanischer Vorort. Unsere Familie zog dorthin, weil mein Vater, ein Baptistenpastor, dort eine Kirche gründete. Stockton ist ein ziemlich gewöhnlicher Ort, während schon in jungen Jahren klar wurde, dass an mir wenig gewöhnlich war. In gewisser Weise hat mir dieser Ort geholfen, meine Einzigartigkeit wirklich zu verstehen und weiterzuentwickeln.“

Zeigte sich Ihre Kreativität schon in jungen Jahren?

„Mit sieben Jahren stellte ich zu Hause bereits die Möbel um. Ich war ständig auf der Suche nach größtmöglicher Schönheit mit den einfachen Mitteln, die unserer Familie zur Verfügung standen. Ich versuchte, alles im Haus durchdachter und einladender wirken zu lassen. Obwohl ich mich für Mode interessierte und später Kunst studierte, waren Blumen immer präsent. Ich fertigte zum Beispiel Blumenarrangements für meine Lehrerin an oder half meinem Vater, wenn er meiner Mutter einen Blumenstrauß schenken wollte.“

Wie empfanden Ihre Eltern es, dass ihr Sohn Blumen arrangierte?

„Vor Kurzem fragte ich meine Mutter, wie ich als Kind war. Sie sagte mir, dass sie heute endlich versteht, dass ich schon immer ein sehr entschlossener Mensch war. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, kümmerte ich mich nie um die Konsequenzen. Ich war schon immer eine Persönlichkeit, die aus der Masse heraussticht. Meine Mutter wuchs mit einem Bruder auf, der ein musikalisches Wunderkind war — schon in jungen Jahren spielte er außergewöhnlich gut Klavier. Deshalb war meine Mutter von mir nicht überrascht. Sie sah eine Parallele zwischen uns. Aus diesem Grund beunruhigte sie meine Exzentrik nicht. Mein Vater wiederum sah es so: Sein Sohn hatte eindeutig Talent, und mit einer Gabe Gottes legt man sich nicht an. (lacht)“

Woher kommt Ihre Liebe zu Blumen?

„Von meiner Großmutter. Sie liebte Mode, Blumen und Gott. (lacht) Sie war elegant, theatralisch, glamourös und hatte eine extravagante Persönlichkeit. Ich war völlig fasziniert von ihr. Noch wichtiger aber war, dass sie mir zeigte, wie man seinen eigenen Weg geht. Rückblickend verstehe ich die Spannung in ihrem Leben zwischen ihrer extravaganten Persönlichkeit und ihrer Rolle als Mutter, in der sie sich um acht Kinder und einen Ehemann kümmerte. Obwohl ihre Familie den Großteil ihrer Zeit beanspruchte, fand sie immer einen Weg, ihr eigenes Ding zu machen. Hätte sie in einer anderen Zeit und einem anderen Umfeld gelebt, wäre sie eine erfolgreiche Künstlerin geworden.“

Wie konnte Ihre Karriere so schnell aufblühen?

„Nach meinem Studium befand ich mich an einem seltsamen Scheideweg zwischen verschiedenen Jobs und neuen Herausforderungen. Ich versuchte herauszufinden, wie ich meine Kreativität in eine Karriere verwandeln konnte, als mich plötzlich eine Freundin mit der Modedesignerin Jenni Kayne bekannt machte. Sie bat mich, ihre Schaufenster zu gestalten, und sagte, sie würde mich anderen potenziellen Kunden vorstellen, was sie auch tat. Durch sie ergaben sich viele Möglichkeiten. Später gelang es mir, weitere Aufträge zu gewinnen, indem ich jedes Mal perfekte Arbeit ablieferte. Meine Arbeitsmoral ist meine größte Stärke. Das gilt für viele etablierte Künstler. Nehmen Sie Beyoncé: Sie verlässt sich nicht allein auf ihr unglaubliches Talent, sondern arbeitet auch sehr hart.“

Sie beschreiben Ihren Stil als „natürliche Opulenz“. Was unterscheidet das von einfach nur „groß und farbenfroh“?

„Opulenz kann sehr schnell kitschig werden, und ich gebe zu, dass ich im Grunde selbst ein ziemlich kitschiger Mensch bin. Ich arbeite hart daran, das etwas zu zügeln. Wenn zu viel Pfeffer in einem Gericht ist, kann man das Essen nicht mehr genießen. Deshalb nehme ich die Dinge etwas zurück, sodass ein natürlicheres Bild entsteht. Außerdem wähle ich immer Blumen mit geschwungenen und ungewöhnlichen Formen. Alles, was aus dem Rahmen fällt, wie ein Baum, der nicht gerade wächst. Ich fühle mich zu Dingen hingezogen, die ein wenig anders sind – genau wie ich. Auch das ist für mich natürliche Opulenz.“

Wie beginnen Sie, wenn Sie ein Blumenarrangement gestalten?

„Ich gehe dabei auf unterschiedliche Weise vor. Meistens gehe ich auf den Markt und wähle intuitiv aus. Manchmal ist es eine Farbe, manchmal etwas anderes. Alles ist schön, also versuche ich, diese Schönheit hervorzuheben. Wenn eine Blume zu offensichtlich schön ist, lasse ich sie lieber so, wie sie ist. Das wäre zu einfach. Ich entscheide mich oft für vergessene Blumen. Als schwarzer schwuler Mann wird man selbst auch häufig übersehen. Das projiziere ich auf die Blumen. Wenn ich eine solche Blume sehe, denke ich: ‚Ich gebe dir ein schönes Zuhause.‘ Ich versuche zu zeigen, dass sie einen Wert haben.“

Vor Kurzem debütierten Sie als Designer mit CAMEO IN&OUT, einer Vasenkollektion für Serax, die Ihre Kamee (ein in einen Edelstein graviertes Porträt) aufgreift. Wie kam es dazu?

„Ich liebe Magie und erschaffe gerne Dinge, die nicht das zu sein scheinen, was sie tatsächlich sind. Als ich ungefähr 22 Jahre alt war, war ich mit einem Freund unterwegs. Dort gab es einen Stand, an dem man in weniger als einer Minute seine Silhouette ausschneiden und daraus eine Kamee anfertigen lassen konnte. Mich sprach das eigentlich nicht besonders an, aber meinem Freund gefiel die Idee. Die Kamee landete schließlich am Kühlschrank. Jahre später, als ich meine Marke Bloom & Plume gründete, wurde die Kamee zu meinem Logo. Einige Zeit später begannen wir, mit dem Logo zu experimentieren, neue Möglichkeiten auszuloten und optische Täuschungen auszuprobieren. Irgendwann dachten wir: Was wäre, wenn die Kamee zu einer Vase würde? Und nun sind wir hier, mit dieser Kollektion. Die Kollektion umfasst zwei Formen: ‚Out‘, bei der das Gesicht im Profil nach außen hervortritt, und ‚In‘, bei der das Gesicht nach innen gekehrt und in das Glas eingeschnitten ist.“

Welche Blumen werden Ihrer Meinung nach zu häufig in Blumensträußen verwendet?

„Rote Rosen brauchen mal eine Pause. Vor allem, wenn sie ganz für sich allein stehen. Ich mag die typischen Rosensorten nicht besonders. Es gibt so viele verschiedene Sorten, von denen manche kaum wie Rosen aussehen. Entscheiden Sie sich zum Beispiel für eine Quicksand-Rose. Die rote Rose ist ein bisschen wie eine Tomate. Man bekommt sie das ganze Jahr über, aber wirklich gut ist sie nur, wenn sie Saison hat.“

Zum Schluss: ein Profi-Tipp für das Gestalten eines eigenen Blumenarrangements?

„Seien Sie geduldig! Jeder glaubt, dass man Dinge sofort können muss. Unser Ego erlaubt uns nicht zu scheitern. Geben Sie sich die Zeit, zu lernen. Schneiden Sie den Stiel außerdem nicht gleich zu kurz ab. Kürzen Sie ihn nach und nach, bis er perfekt ist. Achten Sie auf die Proportionen. Nehmen Sie sich Zeit. Stellen Sie es sich so vor: ‚Das Hähnchen muss marinieren.‘“ (lacht)

SHOPPE DEN LOOK

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase S 02 rauchgrau Cameo In&Out

von Maurice Harris

€39,00
€39,00
Vase S 02 smoky grey Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase S 02 rosa Cameo In&Out

von Maurice Harris

€39,00
€39,00
Vase S 02 rose Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase S 01 rauchgrau Cameo In&Out

von Maurice Harris

€39,00
€39,00
Vase S 01 smoky grey Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase S 01 rosa Cameo In&Out

von Maurice Harris

€39,00
€39,00
Vase S 01 rose Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase M 02 rauchgrau Cameo In&Out

von Maurice Harris

€95,00
€95,00
Vase M 02 smoky grey Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase M 02 rosa Cameo In&Out

von Maurice Harris

€95,00
€95,00
Vase M 02 rose Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase M 01 rauchgrau Cameo In&Out

von Maurice Harris

€95,00
€95,00
Vase M 01 smoky grey Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase M 01 rosa Cameo In&Out

von Maurice Harris

€95,00
€95,00
Vase M 01 rose Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase L 02 rosa Cameo In&Out

von Maurice Harris

€195,00
€195,00
Vase L 02 rose Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase L 02 bernstein Cameo In&Out

von Maurice Harris

€195,00
€195,00
Vase L 02 amber Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase L 01 rosa Cameo In&Out

von Maurice Harris

€195,00
€195,00
Vase L 01 rose Cameo In&Out aktualisiert

Um einen Artikel zu deiner Liste hinzuzufügen, klicke auf das Registry-Symbol.

Vase L 01 bernstein Cameo In&Out

von Maurice Harris

€195,00
€195,00
Vase L 01 amber Cameo In&Out aktualisiert